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Modell der neuen Stadt Rawabi in Palästina ![]() Nachrichten für die Wirtschaft Wussten Sie schon, dass ... ... die südarabischen Ackerterrassen zu den weltweit ältesten Ackerterrassen gehören, die heute noch genutzt werden? Diese ökologisch optimal angepasste Landnutzungsform im jemenitischen Gebirge reicht 3000 Jahre zurück. Ackerterrassen bei Menakha Liebe Wirtschaftsvertreter, als besondern Service wollen wir Ihnen hier Informationen aus der Wirtschaft der Arabischen Welt bieten - als Hintergrundinformationen für Ihren Markteintritt oder Ihre bestehenden Geschäftsbeziehungen zur Arabischen Welt. Um ein Netzwerk zu schaffen, würde ich hier auch gerne Ihre Erfahrungsberichte als pdf zum Download zugänglich machen. Leider haben wir (noch) nicht die Möglichkeit, ein Forum zu betreuen, aber wenn Sie Fragen oder Anre- gungen haben, werde ich diese hier gerne veröffentlichen. Über Ihr Feedback freue ich mich: nadine@arabischesmuseum.de Herzliche Grüße, Ihre Anja-Nadine Mayer ____________________________________________________________________________ 19. August 2011 Der "Arabische Frühling" bringt neue Wirtschafts-Chancen Eine ermutigende Perspektive zeigt die deutsche Außenhandelskammer (AHK) in den VAE für die MENA-Region auf. Wir empfehlen die Lektüre auf den Internetseiten der AKH. -anm- ____________________________________________________________________________ 18. Juli 2011 Saudi-Arabien: Markt floriert Die Importe Saudi-Arabiens im ersten Quartal 2011 sind um 7 Prozent auf umgerechnet rund 18 Mrd. Euro gestiegen. Das besagen Daten des Central Department of Statistics in Riad. Der Export von Produkten jenseits von Rohöl erreichte in der gleichen Zeit einen Wert von rund 7 Mrd. Euro. Darin enthalten sind allerdings, an erster Stelle, petrochemische Produkte und Plastikerzeugnisse. Das meiste wurde nach China geliefert. Lieferländer waren an erster Stelle die USA mit 2,4 Mrd. Euro, gefolgt von China mit 2,2 Mrd. Euro und Japan mit 1,4 Mrd. Euro. Deutschland lag mit 1,33 Mrd. Euro an vierter Stelle. Saudi-Arabien hat eine Witschaft, die hochgradig von Importen abhängig ist, und sein Appetit auf alles – von Maschinen bis zu Fahrzeugen und Lebensmitteln – ist groß, heißt es dazu bei Arab News. -anm- ____________________________________________________________________________ 3. Mai 2011 Irak: Neue Einfuhrregelungen für Importwaren ab 1. Mai Ab dem 1. Mai gelten für den Irak neue Bestimmungen für den Import von Waren. Für den Import in den Irak wird nun ein Dokument, ein so genanntes Certificate of Conformity (COC), benötigt. Im Auftrag der Abteilung für Qualitätssicherung des irakischen Planungsministeri- ums werden die Warenprüfkonzerne Société Générale de Surveillance (SGS) in Genf und Bureau Veritas in Paris die Waren vor dem Import in den Irak untersuchen und die notwen- digen Dokumente ausstellen. Betroffen sind 90 Produktgruppen in folgenden Kategorien: elektrische und elektronische Produkte, Fahrzeuge und Zubehör, Baumaterialien, Lebensmittel, Reinigungs- und Hygiene- artikel, Haushalts- und Küchenartikel, Chemikalien, Textilien und Schuhe. Mit den neuen Regularien will der Irak die Qualität und den Standard der Einfuhrwaren sichern sowie einen besseren Umwelt- und Verbraucherschutz garantieren. Zudem soll mit den einheitlichen Zertifikaten die Wareneinfuhr schneller abgewickelt werden. -wm- ____________________________________________________________________________ 6. April 2011 Deutsche Zusammenarbeit bei der Industriezone Kizad (Abu Dhabi) Auf engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung, Förderung und Nutzung der Khalifa Inter- national Zone Abu Dhabi (Kizad) und des angrenzenden Khalifa Hafens zielt eine Absichts- erklärung, die gestern zwischen dem deutschen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung in Abu Dhabi unter- zeichnet wurde. Demnach soll sowohl auf privatwirtschaftlicher als auch auf staatlicher Ebene enger kooperiert werden; vor allem auch deutsche Unternehmer sollen davon profi- tieren. Der Khalifa Hafen ist einer der modernsten Tiefwasser-Seehäfen der Welt, konzipiert für besonders große Frachtschiffe. Er ist an drei internationale Flughäfen angeschlossen und gilt als Drehscheibe zwischen den Märkten der arabischen Halbinsel, Asiens, Europas und Amerikas. Die Kizad Industriezone profitiert von ihrer Nähe zum Khalifa Hafen. Aber auch sie kann ein Superlativ aufweisen: Ihre Betriebskosten gehören zu den niedrigsten weltweit. In einer Pressemitteilung der Kizad heißt es: „Wir freuen uns über die zunehmenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das heutige Abkommen ist ein wichtiger Schritt zur Entwicklung und Förderung von Investi- tionsmöglichkeiten in der Region", so Mohammed Ahmed Al Mahmood, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland. -anm- ____________________________________________________________________________ 1. April 2011 Wirtschaft wird zur Chefsache in Ägypten "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass ausländische Investoren nach wie vor zu ihren ägyptischen Projekten stehen", berichtet Osama Saleh, Vorsitzender der General Authority for Investment (GAFI), wie es in einer Pressemitteilung der Behörde heißt. „Ägypten steht zu sämtlichen Handelsvereinbarungen und wirtschaftlichen Reformen. Gleich in seiner ersten Ansprache hat Premierminister Essam Sharaf bestätigt, dass in Ägypten eine freie Marktwirtschaft unter Maßgabe sozialer Gerechtigkeit herrscht. Die Wirtschaft wird aus dem Wandel gestärkt hervorgehen, so lautete sein klares Versprechen." Das versucht die neue Regierung aktiv zu demonstrieren: Als erster Schritt wurde die GAFI direkt dem Ministerrat unterstellt. Die Entwicklung nationaler wie auch ausländischer Direkt- investitionen wird damit von Premierminister Sharaf persönlich überwacht. Saleh verspricht sich davon positive Auswirkungen auf Investitionen, denn "für den Ministerrat steht die Wirtschaft eindeutig an erster Stelle. Dass der Premierminister eine direkte Verbindung zu GAFI, seinen Strategien und Geschäften etabliert hat, stellt sein Engagement für die Investoren klar unter Beweis", wie ihn die Pressemitteilung weiter zitiert. Hilfe kommt auch von Außen: Nach Angaben der GAFI beabsichtigen saudi-arabische Unternehmer mit 16,9 Mrd. US-Dollar eine Investitionsentwicklungsbank in Ägypten aufzu- bauen. Auch dies solle helfen, Investitionen im Land zu platzieren. Die GAFI dient nicht nur als offizielle Beratungsstelle für internationale Investoren, sondern auch der Vermarktung Ägyptens als Wirtschaftsstandort. So lautet denn auch ihre Bot- schaft: Ägypten sei auch künftig ein attraktives und sicheres Land für internationale Inves- titionen. Mit dieser Meinung steht die Behörde nicht allein. Auch die Citibank gibt sich in ihrer globalen Wirtschaftsprognose bis 2050 hinsichtlich Ägyptens Wirtschaftsentwicklung zuversichtlich – oder die Weltbank-Tochter Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA), deren Geschäftsführer James Bond gegenüber Reuters beobachtet: "Die Inves- toren erwägen ihre Rückkehr in Länder wie Ägypten – mit vorsichtigem, aber deutlichem Interesse. Sie beobachten, wie sich das Investitionsklima entwickelt." Tatsächlich gab vergangene Woche die Firma Intel ihre Übernahme der ägyptischen Soft- warefirma SysDSoft bekannt. Damit betritt Intel hoffnungsfroh Neuland im Nahen Osten. Und Nestlé kündigte schon im Januar an, in den nächsten drei Jahren über 160 Mio. US- Dollar in seine ägyptischen Niederlassungen zu investieren. Im vergangenen Jahr flossen rund 6,8 Mrd. US-Dollar ausländischer Direktinvestitionen nach Ägypten – vor allem die Branchen Infrastruktur, Industrieproduktion, Immobilien und erneuer- bare Energien. -anm- ____________________________________________________________________________ 28. März 2011 Tourismus in Jordanien – wandelnde Nachfrage Jordanien ist zwar touristisch gut erschlossen – doch auch hier ändert sich die Nachfrage. "Die Anteile des klassischen Bildungstourismus nehmen ab, wir müssen für unsere Kunden immer differenziertere Angebote mit Kontakten zu Land und Leuten konzipieren, und in dieser Hinsicht hat Jordanien sehr viel zu bieten", erklärt Manfred Schreiber, Area Manager Nahost eines großen Studienreiseanbieters aus München, bei einer Tourismus-Fachtagung der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft e.V. (DJG), wie der Verein in einer Pressemitteilung festhält. Will Tondok, Autor eines Jordanien-Reiseführers, ergänzt, dass die Möglichkeiten des Landes in den Bereichen Trekking, Wüstenwanderungen oder Öko-Tourismus "noch lange nicht ausgeschöpft" seien. Zur Situation des Tourismus in arabischen Ländern allgemein resümiert die DJG: "Mit pfiffigen Ideen, mit gut ausgebildetem und serviceorientiertem Personal, sauberer Umwelt und schließlich mit politischer und struktureller Stabilität haben die arabischen Tourismus- Destinationen weiterhin gute Chancen – nach einer möglichen Delle aufgrund der aktuellen Situation –, sich auch künftig ihren Anteil am Welttourismus zu sichern, besonders auch durch die Deutschen als Reise-Weltmeister." Prof. Dr. Horst Kopp, Vorsitzender des Vereins Arabisches Museum Nürnberg e.V., betont, dass die Tourismusbranche zwar sensibel auf politische Umbrüche reagiere und auch die Zahl der Jordanien-Besucher aufgrund von Krisen in Nachbarstaaten abnehme, dass aber "Einbrüche in bestimmten Zielgebieten immer nach relativ kurzer Zeit wieder ausgeglichen werden, wenn sich die Verhältnisse stabilisieren." Jordanien selbst sei immer ein sicheres Reiseland geblieben. Eine Resolution des Regionalverbands Bayern der DJG betont die "Notwendigkeit, die spärlichen Kontakte in die arabisch-islamische Welt zu intensivieren". -anm- ____________________________________________________________________________ 8. März 20011 Irak: Ein neuer Hafen soll Transportzeit sparen Südlich von Basra soll für mehrere Milliarden Euro ein neuer Hafen entstehen. Iraks Ver- kehrsminister Hadi Al-Amiri kündigte nun die Ausschreibung des Projekts "Grand Faw Port" bis Ende des Jahres an. Erste Gespräche mit Investoren aus Australien, Frankreich, Deutschland, Italien und den VAE haben bereits stattgefunden. Den Planungsauftrag hat eine italienische Firma erhalten. Basra ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Sie liegt am Schatt al-Arab, dem Zusam- menfluss aus Euphrat und Tigris, etwa 100 km von der Mündung in den Arabischen Golf entfernt. Vor allem aber ist Basra das Zentrum der irakischen Erdölindustrie. Wichtige neue Ölverträge wurden in jüngster Vergangenheit unterzeichnet, berichtet Al-Amiri. Der Grand Faw Hafen ist Teil eines Modernisierungsplans für die Infrastruktur des Landes, der dazu beitragen soll, die Wirtschaft anzuschieben: Der neue Hafen wird an ein ebenfalls neues Schienensystem angebunden. Ziel ist es, die Transportzeiten für Güterverkehr von Basra nach Europa zu verkürzen, indem der lange Seeweg vom Arabischen Golf um die Arabische Halbinsel herum über das Rote Meer, den Suez-Kanal und das Mittelmeer um- gangen wird. Der Grand Faw Hafen soll 7.000 Meter lange Hafenanlagen für Containerschiffe besitzen. Dazu kommen 3.500 Meter Docks zur Entladung von gemischter Ladung. Zwei Docks sind ausschließlich für Ölprodukte reserviert. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf unge- fähr 4,5 Milliarden Euro geschätzt. Bei der Finanzierung hält Al-Amiri sowohl Ausländische Investitionen als auch gestützte Kredite der irakischen Regierung für möglich. Der erste Bauabschnitt des Hafenprojekts soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Insgesamt wird mit vier Jahren Bauzeit gerechnet. Zu den geplanten Infrastruktur-Großprojekten im Irak gehört neben dem Bau des Hafens und des Schienennetzes auch ein neuer Flughafen weiter nordwestlich, zwischen Kerbala und Najaf. Die Ausschreibung dafür ist für Oktober 2011 in Aussicht gestellt. -anm- ____________________________________________________________________________ 7. Januar 2011 Der Oman will aufholen Der Oman will bis 2015 umgerechnet rund 79 Milliarden Dollar in die Entwicklung des Tourismus, des produzierenden Gewerbes und anderer Wirtschaftsbereiche investieren. Privates Unternehmertum soll dabei gefördert werden. Die Ausgaben im neuen 5-Jahres-Plan des Oman liegen um 110 Prozent über den Werten des letzten Plans. Das Land rückt damit in die Liga der großen Investoren in der Golfregion auf. Es hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Wachstumsrate die meisten anderen Golfstaaten zu über- treffen. Das melden die Arab News. Zum Vergleich: Abu Dhabi will bis 2030 in die Infra- struktur 200 Milliarden Dollar stecken. Katar hat bis 2016 40 Prozent des Jahresbudgets von 33 Milliarden Dollar für Investitionen in die Infrastruktur reserviert. - wm - ____________________________________________________________________________ Ältere Beiträge - 2010 Ältere Beiträge - 2009 Arabisches Museum Nürnberg ![]() |