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Die meisten der bekannten Pferderassen stammen vom arabischen Vollblutpferd ab. ![]() Standort Auch die Windmühlen in Spa- nien waren arabisches Erbe. ![]() Wussten Sie schon, dass ... ... bereits im 7. Jahrhundert die ersten Windmühlen in Arabien standen? Die älteste Windmühle Europas wird dagegen erst 1105 erwähnt. Warum in Nürnberg? Nürnberg versteht sich als Stadt der Menschenrechte und ist damit für den interkulturellen Dialog prädestiniert. Als mittelalterliches Fernhandelszentrum haben hier die Kontakte auch mit der arabischen Welt Tradition. Das Museum und Dialogzentrum kann in eine bestehende Museumslandschaft integriert werden. Die Verkehrsverbindungen garantieren eine leichte Erreichbarkeit. Derzeit werden mögliche Standorte in Nürnberg geprüft. Das Volksbad am Nürnberger Plärrer ist dabei eine mögliche Option (siehe Pressemitteilung vom 22.10. 2010). ![]() ![]() ![]() Nürnberger Christkindlesmarkt Straße der Menschenrechte NürnbergerAltstadt Die Beziehungen zwischen Nürnberg und der Arabischen Welt in der Geschichte Nürnberger Kaufleute gehörten im Mittelalter zu den wichtigsten Spediteuren beim Import von Waren aus dem Orient zwischen Venedig und dem Ländern nördlich der Alpen. 1381 ließ sich die sogenannte „Imhoffsche Handelsgesellschaft als erste in Venedig nieder. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. hatten die deutschen Importe aus Venedig einen Wert von umge- rechnet 2 Mrd. € – und Nürnberger Handelshäuser den größten Marktanteil. Das Gros der Importe aus dem Orient waren Gewürze. Die Gewürze aus dem Orient waren – neben Honig – die wichtigsten Zutaten für die Nürnberger Lebkuchen, die in der frühen Neuzeit an den europäischen Königshäusern als Spezialität begehrt waren und noch heute das kulinarische Image Nürnbergs mit prägen. Nürnberg war im Mittelalter ein Kompetenzzentrum für die Fertigung von Navigationsgeräten. Diese gelangten in umgekehrter Richtung über Venedig und Genua in den Orient. Nürnberg war Sammelplatz für viele sogenannte Jerusalempilger – darunter viele deutsche Fürsten. Hier zahlten sie ihr Geld vor der gefährlichen Reise über die Alpen ein, in den Kontoren der Nürnberger Händler in Venedig erhielten sie es zurück. Hans Tucher, der am 6. Mai 1479 zu einer Pilgerreise aufbrach, lieferte eine Reisebeschrei- bung, die vielen anderen Reisenden als Touristenführer diente. Bis 1609 wurden davon mindestens 12 verschiedene Ausgaben gedruckt. Tucher beschrieb nicht nur die Sehens- würdigkeiten, er gab auch viele praktische Tipps, wie sie heute z.B. Polyglott- und Marco Polo-Reiseführer enthalten – wie Angaben zu Formalitäten, zur Kleidung, zum Reisegepäck und zu Souvenirs. Der Nürnberger Arzt Hartmann Schedel machte in seiner 1493 erschienen Schedelschen Weltchronik – über die damalige Fachwelt hinaus – bedeutende arabische Ärzte wie Avicenna und Averroes bekannt. Salomon Schweigger, ab 1605 Pfarrer der Frauenkirche in Nürnberg, lieferte in einer Beschreibung über seine Reise nach Konstantinopel und Jerusalem erstmals in deutscher Sprache vergleichsweise sachliche Informationen über den Koran. Die MAN in Nürnberg lieferte 1883 die ersten Luxus-Schlafwagen für den Orient-Express aus, der ab 1888 von Paris bis nach Istanbul durchfuhr. Die MAN in Nürnberg war ebenfalls Lieferant für die Wagen des Ostende-Wien-Express, der in Wien an den Orient-Express angehängt wurde. Waggons aus Nürnberg waren nach dem Ersten Weltkrieg auf der Eisen- bahnlinie in Palästina zwischen Jaffa und Jerusalem im Einsatz. Bilder aus dem MAN-Archiv zeigen in den 1950er Jahren Schlafwagen der Unternehmens im Bahnhof von Kairo. Traditionell liefert die Leoni AG – früher: die Leonischen Drahtwerke – bis heute aus ihrem Werk in Weißenburg in der Metropolregion Nürnberg die Goldfäden für die Stickereien an dem Tuch, das über die Kaaba in Mekka gehängt ist. Dieses Tuch über dem wichtigsten Heiligtum für Muslime wird jährlich ausgewechselt. Arabisches Museum Nürnberg ![]() |